Happy Edition: Klopapierstricken & Fett gegen das Patriarchat!

Happy Edition! – Weil man manchmal einfach gehäuft eher gute Nachrichten braucht:
Baden-Württemberg befragt seine Queers, die eigene Kneipe eröffnen, Twittern gegen Dateguru, Fat Up!, Trans-Hochzeitsglückwünsche, Kopapierstricken, Mindestlohn und musikalischer Adventskalender bei differentneeds.

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Fabelhafter Twittersturm trifft „Date-Guru“:

And Lookadoo wasn’t ready for the after-show Q&A. From local station WFAA:

Students circled around the speaker and hurled questions about his philosophies.

“Why did you tell girls to get out of abusive relationships instead of telling guys not to be abusive in the first place?” one student asked.

“I’ve done about 4,000 programs. That’s never happened,” Lookadoo confessed.

#lookadouche became a trending topic. News and media outlets picked up the story and are still running with it. Nate Beer, newsman, had to take a Twitter break because he was overwhelmed by the response (not all of it positive, I’m sure). And of course Twitter-at-large took up the cry, which is how the story came to my attention today.

I’m a bit embarrassed to admit that for a moment, when I heard about the speaker’s message, I was worried for these students; afraid that they’d actually buy into this bullshit and internalize it. And perhaps some did. But one thing is certain: Justin Lookadoo, misogynist “motivational speaker,” did motivate RHS students. Just not the way he intended.

Go, Richardson High School. You give me hope.

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Fun:

Das Problem daran, wenn man eine Kneipe eröffnet, ist: Jeder glaubt, sich auszukennen. Das ist etwas anderes, als wenn man beispielsweise eine Firma zum Vertrieb von Mikrosystemchips gründet. Wenn das abends jemand auf einer Party erzählt, dann lächeln die Leute freundlich und sagen: „Aha, Mikrosystemchips, interessant, ja wofür braucht man die denn?“

Sie fragen dann vielleicht noch so etwas wie: „An welche Firmen verkaufst du denn diese Chips?“, der Befragte gibt irgendeine Antwort, und danach hat er auch schon wieder seine Ruhe. Erwidert man hingegen auf die Frage „Was machst du denn so?“: „Ich habe eine Kneipe“, ist das ein ganz anderer Film. Weil: „Kneipe? Echt? Mensch, toll! Was ist das denn für eine und wo, und was gibt’s da so?“ Meist dauert es dann nur noch wenige Sekunden, und schon kommen die Experten zum Vorschein.

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Rückt näher: Mindestlohn auch für Praktikant_innen und Azubis:

Selbst im Entwurf zum Koalitionsvertrag vom Dienstag ist die Ausnahmeklausel noch enthalten: Der Mindestlohn gilt nicht für Auszubildende, für Praktikanten, die ihr Praktikum im Rahmen einer Schul- oder Studienordnung absolvieren, sowie für Schüler bis zum Ende der Schulpflicht, heißt es in dem Papier. Doch im Abschlusstext ist alles anders. Kein Satz zu Praktikanten, kein Satz zum Mindestlohn für Auszubildende mehr. Stattdessen lediglich eine wachsweiche Formulierung, derzufolge Probleme bei der Umsetzung des Mindestlohns „im Dialog mit Arbeitnehmern und -gebern“ berücksichtigt werden sollen.

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Immerhin – kein schelchter Anfang: Baden-Württemberg befragt seine queeren Bürger_innen.

Die Onlineumfrage wird vom Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren verantwortet. Ziel sei es, die bisher völlig ungenügende statistische Datenlage zur Lebenssituation queerer Menschen in Baden-Württemberg zu verbessern.

Neben Fragen zur sexuellen und geschlechtlichen Identität werden beispielsweise Erfahrungen als Jugendlicher oder als Teil einer Regenbogenfamilie, in der Schule, bei der Arbeit und mit der Polizei erfasst. Der zeitliche Umfang der Onlinebefragung beträgt ungefähr 30 Minuten. Die Ergebnisse der Befragung sollen in die Erstellung des Aktionsplans „Für Akzeptanz und gleiche Rechte“ einfließen. Die FamilienForschung Baden-Württemberg übernimmt die Auswertung und sichert die Anonymität sowie den Schutz der Daten zu.

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Das möglicherweise erste Paar Transsexueller, die ohne Geschlechts-OP Hochzeit feiert – und Nachwuchs kriegt. Glückwunsch!!!

In Argentinien hat erstmals ein Bräutigam hochschwanger den Bund der Ehe geschlossen. Alexis Taborda wurde zwar als Frau geboren und hat sich auch keiner Geschlechtsumwandlung unterzogen, wird von den Behörden aber auf eigenen Wunsch als Mann geführt.

Seine Braut Karen Bruselario wiederum kam nicht mit ihrer jetzigen Identität als Frau zur Welt, sondern als Junge. Das Paar, das sich durch das Engagement für die Rechte Transsexueller kennengelernt hatte, heiratete am Freitag in Victoria im Nordosten des Landes standesamtlich.

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Fat UP
! Fette Fotos gegen das Patriarchat! :)
Fat Up!

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Fröhliches Klopapierstricken auf kleinerdrei:

Wenn ihr länger auf dem Klo festsitzt, euer Smartphoneakku leer und euch langweilig ist könntet ihr ja mal … Klopapier stricken.

Die Anleitung (von Anna Hrachovec) ist easy-peasy; man kann sie als Mindless Knitting auch an Wartestellen runterstricken. Kuschelklopapier bricht das Eis an frostigen Tagen und eignet sich als Scherz auf einem Klorollenhalter eurer Wahl. (Aber nur, wenn ihr richtiges Klopapier in der Nähe lasst oder damit leben könnt, euer Strickwerk benutzt zu sehen.)

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Musik-Adventskalender
bei differentneeds:

In diesem Jahr soll es nicht (nur) um coole Pop-Ikonen gehen, sondern vor allem um Popsongs. Ab dem ersten Dezember werde ich hier jeden Tag einen Song vorstellen. Und zwar einen Song, dessen Titel ein Frauenname ist. Ich nenne die Reihe #SayMyName. (Ja, den Destiny’s Child-Ohrwurm habe ich jetzt auch.)


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