Lila Pudel, Lara Croft & Maggie Thatcher

Was war so die letzte Zeit?
Eine weitere Maskulisten-lila-Pudel-Diskussion, Snoop Dogg für Gay Marriage, was Männer über Frauen sagen (wenn sie vermeintlich nur unter Männern sind), feministing über Maggie Thatcher, die Leiden der jungen Lara Croft, Jungenarbeit, feministisch flirten, und ein Lied gegen Gentrifizierung

Lila PudelÜber Maskulisten und „lila Pudel“ wird im Freitag geschrieben:

So propagiert der Soziologe Walter Hollstein beispielsweise seit mehr als zwanzig Jahren, dass nach dem feministischen Sieg endlich die Benachteiligung von Männern auf der gesellschaftlichen Agenda stehen müsse. Die Bedürfnisse der Jungen würden angesichts der Förderung von Mädchen völlig vernachlässigt. Opfer-Maskulisten wie Hollstein zielen durchaus auf eine Modernisierung der Männlichkeit, etwa indem sie das starre Gefühlskorsett des traditionellen Mannes aufbrechen möchten. An grundsätzlich dualistischen Vorstellungen dessen, was Männer von Frauen unterscheide, rütteln sie jedoch nicht.

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Wer hätte es gedacht? Snoop Dogg spricht sich für die Homoehe aus:

Trotz der Skepsis hinsichtlich seiner eigenen Branche ist Snoop Dogg zufrieden mit der gesellschaftlichen Gesamtentwicklung in Bezug auf gleichgeschlechtliche Partnerschaften. In der Gesellschaft seien Homosexuelle heute akzeptiert, ist der Rapper überzeugt. „Sie haben die gleichen Dinge erlebt wie wir als Schwarze.“

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Was Männer über Frauen sagen, wenn sie denken, keiner der anwesenden war mal eine Frau:

My impression is that cis-men make these kinds of comments to me with the intention of establishing camaraderie, bringing me into the fold. I think it’s an impulse towards some weird version of intimacy--establishing our common reality as „men.“ Unfortunately, the reality described (and produced) by the above comments is not the one I live in. I say „produced“ because, for the same reason that saying n*gger in private amongst white people creates enduring racism, making these kinds of disgusting comments about women amongst „just men“ (which, as a category, is less coherent when I‘m included) creates enduring sexism. Our words become our thoughts, which become our habits.

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The Rise and Rape of Lara Croft
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I agree with many commenters that the “suggested rape attempt scene” has been a publicity stunt. I think that, apart from that scene, Lara has to endure pain and violent acts that IMO are over the top. Also: The constant moaning and groaning, COME ON! You’d NEVER subject a male character to all this! As explained by the game’s executive producer Ron Rosenberg, this all happens for a very specific reason:

“When people play Lara, they don’t really project themselves into the character. They’re more like ‘I want to protect her.’ There’s this sort of dynamic of ‘I’m going to this adventure with her and trying to protect her.’”

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Sabine Hark fragt: Sind Jungs so?

Eine prima vista seltsame Allianz vornehmlich aus in anderen Fragen eher kritischen Wissenschaftlern, teilweise antifeministischen Männerrechtlern und besorgten Politiker_innen sorgt sich nicht nur um „die Jungs“ und deren Fortkommen, sie versorgt uns auch mit Beschreibungen und Erklärungen, warum das so ist, aus der geschlechterstereotypisierten und -typisierenden Klamottenkiste. Eine Tendenz, von der auch das grüne Männermanifest nicht gänzlich frei ist. Wo dieses indes erkennt, dass auch Männer nicht geboren, sondern gemacht sind, sich Männlichkeiten also verändern – und dringend verändert werden müssen! –, wird uns in jenen Einlassungen eins ums andere Mal die Mär vom ewigen Wesen bzw. Naturell der Jungs aufgetischt. Da Jungs seien, wie sie sind, und sie in einer Welt zurecht kommen müssten, die nicht für sie gemacht sei, bedeute Geschlechtergerechtigkeit demzufolge, diese Welt endlich ihrem Wesen anzupassen [sic!].

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feministing über die verstorbene Maggie Thatcher:

Today, America’s right wing politicians are using her legacy to attack the left. One Texan Republican, Rep. Steve Stockman, actually wrote ,“The best way to honor Baroness Thatcher is to crush liberalism and sweep it into the dustbin of history. What are you doing this morning to defeat liberal politicians?” Yeah! What ARE you doing? And at first glance, she appears the mother of America’s current right wing. But unlike today’s right wing, Thatcher wasn’t a total wing-nut. For example, she believed in science. As ThinkProgress points out, Thatcher did several things that the Tea Party and Republicans consider heretic: She increased taxes and believed in climate change, gun control and socialized medicine.

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T-INA Darling singt mit The Law gegen die gentrifizierung an:

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Und zum Schluß: der große Brav_a Flirtguide, aufm Mädchenblog:

Tipp #1: Selbstdiss ist bevormundend
Den Gedanken „Quatsch, sie_er kann mich doch gar nicht wirklich gut finden“ kann man auch als sehr bevormundend ansehen. Man sollte und kann nicht für andere Leute entscheiden, wen/was sie attraktiv finden. Oft finde ich Eigenschaften anziehend, die laut Mainstream-Schönheitsideal „hässlich“ sind, nur weil sie mich an andere nette Menschen in meinem Leben erinnern. Oder weil klassische Schönheit auch einfach mal sehr, sehr langweilig sein kann…


1 Antwort auf „Lila Pudel, Lara Croft & Maggie Thatcher“


  1. 1 lady lukara 10. April 2013 um 17:44 Uhr

    Irgendwie krass, dass sich ausgerechnet snoop dogg für homosexuelle einsetz – hätt den anders eingeschätzt.
    Die Brav_a Flirttipps sind auch klase.

    Allgemein mag ich deine/eure seite. ist ein prima überblick – ein ganzer blog als blogshow – super idee! istn bisschen wie zeitunglesen in einer „bubble“ =)

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