Bedingungsloses Grundeinkommen, Treue und Grrrl Spirit

Worüber man über Ostern im Netz so gestolpert ist:
Kunstprojekt zum bedingungslosen Grundeinkommen, Diskussion übers Fremdgehen, weniger Tourist_innen in Indien, eine Ivy League Mutter, die den Campus als Heiratsmarkt sieht; die „Neuen Väter“, queere Filme und Rebel Grrrl Fun.

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Herrlich anarchisches Kunstprojekt von/mit Bernadette LaHengst zum bedingungslosen Grundeinkommen:

Zwölf zufällig ausgewählte Personen haben fünf Jahre lang tausend Euro im Monat bekommen? Mit der einzigen Bedingung, am Ende darüber zu singen? „Naiver Humanismus“ würden manche das nennen, Schmarotzen bei den Leistungsträgern, zum Glück nur im Namen der Kunst. Andere nennen es Entkopplung von Geld und Arbeit, selbstbestimmtes Leben, Pilotprojekt für eine gerechtere Welt. In den Sophiensælen singen die zwölf Glücklichen noch bis zum heutigen Dienstag über ihre Erfahrungen.

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Interessante Diskussion im Freitag über Treue und Affären:

Auf die Frage „Wie hältst du’s mit Treue?“ gibt es keine saubere Antwort. Die Sache ist schmerzhaft und unangenehm. Sie macht ungeduldig und unruhig, erinnert an den Drahtseilakt zwischen Wunsch und Wirklichkeit und an ein Dilemma, das unter unseren Lebens- und Liebesbedingungen offenbar nicht recht zu lösen ist.

– die „Gesprächspartner“ denken sich zwar nicht aus ihrem Klischeesystem heraus (was schade ist), aber es werden viele interessante Punkte angsprochen, teils auch in den Kommentaren.

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Das weltweite Aufsehen um die Vergewaltigungen in Indien hält viele Tourist_innen davon ab, das Land zu besuchen:

In den ersten drei Monaten des Jahres seien etwa 35 Prozent weniger Frauen nach Indien gekommen, berichteten die Vereinigten Kammern von Handel und Industrie (Assocham) des Landes am Montag. „Die sexuellen Übergriffe wurden als der Hauptgrund identifiziert“, sagte ein Sprecher. „Der starke Rückgang ist auf Sicherheitsbedenken zurückzuführen.“

Doch nicht nur viele Frauen meiden den Angaben zufolge einen großen Bogen das Land: Insgesamt seien im ersten Quartal 25 Prozent weniger Touristen gekommen, erklärte die Industrie- und Handelskammer – ein herber Rückschlag für die eigentlich boomende indische Touristmusindustrie.

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Susan Patton, die Mutter zweier Princetonstudenten rät den Studentinnen dieser Hochschule in einem offenen Brief, sich statt auf Studium und Karriere auf die männlichen Kommilitonen zu konzentrieren, um einen adäquaten Ehemann zu finden:

Patton, die in den siebziger Jahren selbst in Princeton studierte, schrieb am Freitag in ihrem Leserbrief an die Studentenzeitung „The Daily Princetonian“: Das Glück der meisten Studentinnen hänge unweigerlich an dem Mann, den sie heirateten. „Und Ihr werdet nie wieder diese Anhäufung von Männern finden, die Eurer würdig sind.“ Deswegen rät sie jungen Frauen an der renommierten Hochschule: „Findet einen Ehemann auf dem Campus, bevor Ihr Euer Studium beendet.“

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aufZehenspitzen macht sich Gedanken darüber, was es bedeutet, einer der „neuen Väter“ zu sein:

Aber was ist eigentlich ein neuer Vater? Und was sind die dazugehörigen neuen Mütter? Mein Freund meint zur Debatte um die Identitätskrise besagter neuer Väter, dass er zwar nicht von Krise sprechen würde, aber er eben so überhaupt keine Vorbilder für sein elterliches Tun habe.

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Queer Cinema Top 10 der letzten zwanzig Jahre von Sugarbox:

Es schneit, und das ist schön. Weil ich den Winter mag. Und weil Kälte ein guter Grund für Filmabende ist. Dachte ich mir also, nach den Top 10 der feministischen Pophymnen, Schokomuffins liebsten Webcomics und Wiens besten Date-Locations ist es Zeit für ein Best of Queer Cinema, das uns durch die letzten kalten Tage begleitet. Hier meine persönliche queere Lieblingsfilmliste.

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Spaßiges Playback-Videoremake von Bikini Kills Klassiker „Rebel Grrrl“:

That’s the spirit!


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