Feminismus & normative Ethik, Sharon Otoo und The UnSlut Project

The UnSlut Project gegen Slutshaming, Menschenrechtsexpertin über die Sarrazinrüge, Boston Marathon & White Priviledge, Experimentalmusikerinnen, Feminismus & normative Ethik und Sharon Otoo im Briefwechsel mit der taz.

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Menschenrechts-Expertin Beate Rudolf im Intervirew
mit der taz, über NSU und die Sarrazin-Rüge:

Die strafrechtliche Sanktionierung ist das letzte und schärfste Mittel. Das wirksamste Mittel liegt in der öffentlichen Debatte. Das Problem dabei ist, dass diejenigen, die von Rassismus betroffen sind, oft nur wenig Gehör finden, ihre Kritik wird oft als Überempfindlichkeit abgetan. Das Verständnis muss wachsen, dass Rassismus in jeder Form die Grundlagen des Miteinanders untergräbt.
(…)
Der Nationalsozialismus hat vor Augen geführt, wohin ein extremer Rassismus führen kann. Das Selbstverständnis der Bundesrepublik gründet auf der Abgrenzung zu diesem Unrechtsregime. Gleichzeitig ist der Blick darauf verengt. Zeitgenössische Formen des Rassismus, die in der ganzen Gesellschaft verbreitet sind, sind deshalb schwieriger zu überwinden. Hinzu kommt die fehlende Aufarbeitung der eigenen kolonialen Vergangenheit.

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Was die Berichterstattung über den Anschlag beim Marathon in Boston mit White Priviledge zu tun hat:

Fear of reprisals? A man assaulted a Pakistani woman and her friend in Boston (their children were present), and according to the victims, he screamed, “F___ you Muslims! You are terrorists! I hate you! You are involved in the Boston explosions! F___ you!” the whole time. Thanks xenophobic and racist assumptions, you really help make the world a safer place!

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Wie Sharon Otoo Deniz Yücels „Moderation“ beim taz.lab sieht und wie dürftig die taz-Redaktion darauf reagierte:

Es gab sehr wenig Recherche zu meiner Person._ Der Moderator hatte zur Vorbereitung des Podiums versucht, mich einmal noch telefonisch zu erreichen – dann wurde allerdings trotzdem ein Artikel geschrieben, in dem offensichtlich wurde, dass außer “Rampensau,” “Mutter” und ”Entertainer” ihm nicht besonders viel mehr zu mir einfiel. Schade. Ich glaube, ich bin nicht auf das Podium eingeladen worden wegen dieser Attribute (wenn überhaupt von Rampensau und Entertainer die Rede sein kann). Ärgerlich, weil es sicherlich zu den Aufgaben einer guten Moderation gehört, die Gäste auszuwählen, einzuladen und sich über sie zu informieren. Ein gut ausgewähltes Podium ist wesentlich, damit die Meinungen, die repräsentiert werden, ausgewogen sind. Es scheint mir, maßgeblich für die Einladung war schlichtweg, dass ich Schwarz bin. Das hat als Qualifikation offensichtlich gereicht, damit Herr Yücel eine Person auf dem Podium hat, über die er sich lustig machen könnte. Es fehlte offensichtlich im Orga-Team an gutem Management, um im Vorfeld zu verhindern, dass Herr Yücel mit so wenig Kompetenz und Vorarbeit gerade dieses Podium moderieren sollte.

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The UnSlut Project tritt an zum Kampf gegen Slutshaming:

The UnSlut Project is inspired by my own experience. When I was eleven years old, I was branded a “slut” by my classmates and for the next few years of my life, I was bullied incessantly at school, after school, and online (this was 1997 in the days of AIM, and of course online bullying has only gotten worse).

During all this, I kept a regular diary. I decided to kick off The UnSlut Project by publishing these diary entries online, one at a time, without changing a word and with very limited commentary (except for changing all names, including my own). It’s my hope that, in addition to providing perspective to young girls, these entries can refresh adult readers’ memories by offering the unadulterated voice of an eleven year old who considered suicide multiple times and, thankfully, never went through with it.

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10 der interessantesten Experimantal-Musikerinnen, beispielsweise Leila:

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Gedanken zu Feminismus und normativer Ethik bei mellowness:

I have noticed that many moral ideas pervade feminist discourse. Some of the most common ones are agency, consent, equality, and dehumanization. Why do we value these ideas? This question is almost always left unanswered in feminist discourse. I believe that the reason few people pay attention to that question, in addition to related questions regarding ethics, is that the majority of feminist discourse – and even general social justice discourse, broadly speaking – ignores normative ethics.


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