Yücel, Hannemann & eVibes vs. Femen

Kurdische Männer als Solidaritäts-Crossdresser, Rückblick auf das Femen/Evibes-Podium, was bei der Frauenförderung zu tun wäre, nochmal Inge Hannemann und ein Überblick über die Yücel/N-Wort-Debatte.

_____________________________

Die Schlüsse, die evibes aus der Podiumsdiskussion mit den Femen zieht:

Femen sahen keinen Grund, Abstand von der “Sexindustrie”-Aktion zu nehmen und konnten auch die Kritik an dieser Aktion sowie an ihrer Gruppe nicht nachvollziehen. Die mit Deutschlandlogo-Shirts und Blumenkränzchen geschmückten Femen entschieden sich, die bei der Aktion in Hamburg getätigten Aussagen nicht etwa zu revidieren, sondern zu wiederholen und zu bekräftigen. Prostitution sei ja schließlich schlimm und deshalb müsse mensch sie auch mit anderem Schlimmen vergleichen/gleichsetzen. Es herrschten dabei nun mal teilweise auch Zustände wie in KZs. Außerdem sei so eine Provokation eben nötig, gerade in Deutschland, wo Themen wie der NS und Faschismus tabuisiert würden (dies wurde auch aus dem Publikum geäußert). Dass nach erneuten Relativierungen (immer und immer wieder) die Diskussion nicht sofort beendet wurde, war ein riesiges Zugeständnis, dessen Berechtigung fraglich ist.

*************************

Ein schöner Überblick über die Ereignissen beim taz.lab mit Deniz Yücel auf dem Mädchenblog:

Unter dem Titel „Meine Damen und Herren, liebe N-Wörter und Innen“ sollte auf dem „taz.lab“ am vergangenen Wochenende eine Podiumsdiskussion stattfinden. Als Gäste waren die Schriftstellerin Sharon Otoo, die Zeitungskolumnistin Mely Kiyak und der Titanic-Chefredakteur Leo Fischer eingeladen, moderiert werden sollte die Veranstaltung vom taz-Journalisten Deniz Yücel. Der aber wollte sich lieber profilieren und Menschen beleidigen.

***********************

Nochmal Inge Hannemann, informativer Artikel beim Standard:

„Hatte jemand keine Krankmeldung, konnte man ihn sanktionieren, das dauert rund zehn Minuten“, sagt sie. „Ich konnte ihn aber auch noch einmal losschicken oder selbst beim Arzt anrufen, das dauert auch zehn Minuten.“ Auch beim Nichtverhängen von Sanktionen hielt sie sich streng an arbeitsrechtliche Vorschriften. Denn eigentlich gibt es für Arbeitsvermittler wie Hannemann zwar keinen Ermessensspielraum, doch wenn es gute Begründungen für eine Absage vorliegen, muss nicht sanktioniert werden.

******************

Die Süddeutsche hat ihre Leser_innen nach Vorschlägen gefragt, was man denn politisch am besten zur Frauenförderungen tun sollte. Geantwortet haben anscheinend allerdings nur Frauen.

Mehrfach genannt wird auch der Wunsch nach einem gesellschaftlichen Wandel. Es müsse endlich selbstverständlich werden, dass Eltern ihre Erwerbstätigkeit mit ihrem Familienleben vereinbaren können – und zwar Männer wie Frauen. „Es wird Zeit, dass in der deutschen Wahrnehmung die Erwerbstätigen nicht mehr eingeteilt werden in Karrieremenschen und Familienmenschen“, findet eine Leserin. Auch Väter müssten als „Familienmenschen“ gesehen werden.

********************

Kurdische Männer werden aus Solidarität zum Crossdresser:


0 Antworten auf „Yücel, Hannemann & eVibes vs. Femen“


  1. Keine Kommentare

Antwort hinterlassen

XHTML: Du kannst diese Tags benutzen: <a href=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote> <code> <em> <i> <strike> <strong>


acht − = fünf