Hundeflüsterin, Pro-Life & Pro-NRW

NS-Pädagogik, Leben mit einem Arm, deutscher Umgang mit Zuwanderung, Abtreibungsgegner_innen, von Hunden lernen, Rita Moreno bei den Muppets, Pro NRW vs. Blogsport, DNA-Überraschung und Game-Designing.

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Interessantes Interview mit der „Hundeflüsterin“ Maike Maja Nowak:

Was können wir von Hunden lernen?

Ihr soziales Wesen. Hunde bewerten niemanden. Denen ist egal, ob jemand dick oder dünn ist. Wir können Geduld lernen. Wenn wir eine Entscheidung durchsetzen wollen, versuchen wir es mit Druck. Leithunde beharren mit Präsenz, bis die Entscheidung umgesetzt wird. Hunde sind außerdem nicht nachtragend. Sie handeln sofort. Wir stauen oft Wut auf, weil wir Angst haben, nicht gemocht zu werden, wenn wir sie äußern.

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Bester Auftritt in der Muppet Show EVER: Rita Moreno (feat. Animal)!

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Schnittiger Leserartikel von Maria Schulz über ihr Leben mit nur einem Arm:

Bekanntlich wird das Leben in der Pubertät nicht einfacher, und mit 14, wenn so ziemlich jedes Mädchen seinen Körper verabscheut, fand ich allein den Gedanken, ohne meine Armprothese aus dem Haus zu gehen, so absurd, dass ich sie zeitweise sogar nachts im Bett trug. Welcher Junge würde mich je ansehen wollen?

Ich war kein trauriger Teenager, ich saß auch nie einsam in meinem Zimmer und habe mich deprimiert im Spiegel betrachtet. Aber die Tatsache, dass ich anders aussah als die anderen, war fest in meinem Bewusstsein verankert. Ich nahm meinen Körper nicht an. Ich tolerierte seine Anwesenheit, aber ich hieß ihn nicht gut. Die Frage, was Schönheit ist, kreiste in meinem Kopf herum. In einer Sache war ich mir sicher: Mein Körper war nicht schön.

Mit der Zeit wurde ich allerdings entspannter.

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Immer wieder schön, wie die Natur uns regelmäßig daran erinnert, daß unsere Wissenschaft beim Verstehen des Körpers eben doch erst am Anfang steht – und die bisherigen Ergebnisse nicht das Ende vom Lied sind:

8,2 Prozent des menschlichen Erbguts erfüllen eine wichtige Funktion, sagen Genetiker der Universität Oxford. „Funktional“ nennen die Biochemiker Abschnitte des Genoms, welche direkt für die Bildung von Proteinen zuständig sind, die letztlich Form und Funktion eines lebenden Organismus bestimmen.

Diese Zahl scheint im krassen Widerspruch zu stehen zu Aussagen, die einige Forscher vor zwei Jahren veröffentlichten. Damals wurde 80 Prozent aller DNA-Abschnitte eine biochemische Funktion zugeschrieben.

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Woher kommt die Angst der Deutschen ™ vor „Ausländern“? Über den Umgang mit Zuwanderung:

Dass Deutschland seine heutige Stärke und Entwicklungsfähigkeit gerade auch den Einwanderern verdankt, hat jüngst die Fußball-WM gezeigt. Klose, Özil, Khedira, Boateng und Podolski haben in den letzten Jahren einen wichtigen Beitrag für die Entwicklung einer neuen Spielkultur geleistet, die Athletik mit Ästhetik verbindet, die effizient und berauschend ist. Die Nationalmannschaft ist ein Paradigma dafür, dass eine gesellschaftliche Einigkeit nicht in einer gemeinsamen Herkunft begründet sein muss.

Viel stärker verbinden gemeinsame Ziele und Werte. Unterschiede, das Fremde und Andere sind geradezu förderlich. Sie bringen eine produktive Ergänzung und Spannung ist das Leben und verhindern Starre und Selbstgenügsamkeit. Geistiger Austausch und die Reibung mit anderen Kulturen sind Kräfte, die dafür sorgen, dass eine Nation lebendig und schöpferisch bleibt.

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Wie die NS-Erziehung Kinder traumatisierte (Triggerwarnung):

Die überzeugte Nationalsozialistin Haarer betrachtete das Kind als Feind und warnte zum Beispiel davor, es zu trösten oder zu streicheln. Jede Gefühlsbekundung, ja selbst bloßen Blickkontakt, lehnte Haarer kategorisch ab. Dafür wurden der „deutschen Mutter“ allerlei Züchtigungsmittel anempfohlen, wie Kinder ohne Essen ins Bett zu schicken, sie in den Keller zu sperren oder stundenlang auf ungekochten Erbsen knien zu lassen.

Als Katrin Einert diese Ratgeber zum ersten Mal las, war sie erschüttert. Im Rahmen des Frankfurter Fachhochschulforschungsprojekts „Trauma im Alter“ unter der Leitung von Professorin Ilka Quindeau interessierten sie und ihre Kolleginnen sich für die Bedingungen, unter denen Menschen, die heute alt sind, als Kinder aufgewachsen sind. Und nun hielt sie Anleitungen in der Hand, die die Herausbildung einer Mutter-Kind-Bindung regelrecht verhindern sollten.

(via)

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Kleinerdrei interviewt die Game-Designerin Henrike Lode:

In einer Schulklasse in England wurde ich von einer Lehrerin bedrängt, als ein Schüler vorschlug, beide Geschlechter zur Auswahl zu geben. Sie forderte, dem Vorschlag nachzugeben, da es nur fair sei und meine Vorauswahl ungerecht gegenüber den Jungen. Ein anderes Mal hat mich ein PR-Spezialist darauf hingewiesen, dass ich wahrscheinlich weniger Kopien verkaufen werde, weil sie viele auf Grund des weiblichen Charakters das Spiel nicht kaufen würden. Mittlerweile bin ich nicht einmal mehr so sicher, ob etwas dran ist an diesen Annahmen, aber ich bin bereit, es darauf ankommen zu lassen. Viele weibliche Spieler bestätigen, dass es ihnen leichter fällt, sich mit der Figur zu identifizieren, und dass es eine positive Überraschung für sie ist.

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„Pro-NRW“ vs. Blogsport in der nächsten Runde? Darum geht’s:

Im Frühjahr zerrte der stellvertretende Vorsitzende der rechtsextremen Partei „Pro NRW“, Kevin Gareth Hauer, den linken Provider Blogsport vor Gericht. Dieser habe sich geweigert, Fotos entfernen zu lassen, die Hauer mit erhobenem rechten Arm bzw. posierend mit einem großformatigen Hitlerbild zeigen.

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Die Soziologin Gisela Notz über die organisierten Abtreibungsgegner_innen:

Vielleicht ist das Bedürfnis nach einer heilen Welt, wie die Kirchen sie malen, gewachsen. Die familienpolitische Debatte ist jedenfalls nach rechts gerückt. Deshalb ist auch die AfD erstarkt, in der die sogenannten „Lebensschützer“ eine große Rolle spielen. Beatrix von Storch, die nun im Europaparlament sitzt, war bei diesen Märschen ganz vorn dabei. Sie ist für ein Totalverbot der Abtreibung und setzt sich für ein traditionelles Familienbild ein.


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