Archiv für Januar 2014

Coming-Out, #Aufschrei & Tschüs Extremismusklausel

Arbeitsmigration, Extremismusklausel, keine Immunität mehr für Pastörs, Angela Davis, Frauenfußball, Coming-Out, #aufschrei-Rückblick und Herrin der Ringe.

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Der Ladtag Schwerin hebt die Immunität von Udo Pastörs auf. Ätsch!

Es ist ein weiterer Rückschlag für NDP-Chef Udo Pastörs: Erst wählten die Kameraden nicht ihn, sondern seinen Rivalen Udo Voigt als Spitzenkandidaten für die Europawahl – nun hat der Schweriner Landtag die Immunität des 61-Jährigen aufgehoben. Damit kann jetzt ein Urteil gegen ihn vollstreckt werden.

Pastörs war 2012 wegen Verleumdung und Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener vom Amtsgericht Schwerin zu einer Bewährungsstrafe von acht Monaten und einer Zahlung von 6000 Euro verurteilt worden. In einer Landtagssitzung zum Holocaustgedenktag hatte der Fraktionsvorsitzende der SPD, Norbert Nieszery, in seiner Rede die „Vernichtung des jüdischen Bolschewismus“ als eines von Hitlers Zielen genannt. „Eine gute Idee“, rief Pastörs dazwischen.

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Frauenfußball,
Sexismus und Homosexualität:

„20elf von seiner schönsten Seite“ lautete das Motto der WM 2011, und ganz Fußball-Deutschland bekam „seine Mädchen“ halb nackt im Playboy zu sehen.

„Der Frauenfußball hat in den vergangenen Jahren eine gesellschaftliche Aufwertung erfahren. Diese Popularisierung ist aber mit der Verschärfung von Weiblichkeitszwängen verbunden“, sagt die Soziologin Degele. Werbeverträge im Tausch gegen knappe Höschen. „Es ist eine doppeldeutige Anerkennung, um nicht zu sagen, es ist eine Verarsche“, stellt Degele fest.

Nicht jede Spielerin muss damit ein Problem haben. Vermarktung ist Teil des Geschäfts. Doch Coming-outs im Profibereich können dadurch schwerer werden und Sponsoren vergraulen. Die Branche will Frauen, die sich verhalten und aussehen wie „echte Frauen“. So, wie Männer sie sich vorstellen. Die Männer, die glauben, Fußball sei nichts für Frauen.

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Candy Techno als Herrin der Ringe:

ORK was wird es denn überhaupt

FRODO weiß nicht

ORK wollten sie es denn überhaupt nicht wissen?

FRODO doch, sicher

ORK aber du nicht? Achso. Ja. Weißt du wirklich nicht, was es wird?

FRODO nein und es interessiert mich auch nicht

ORK ja das hätte ich mir. Mir ist das ja eigentlich auch. Nicht so wichtig. Also. Man kann ja kinder auch ohne rosa blau huschipusch. Ich denke die werden das sicher nicht so mit rosa und allem. Das baby. Mir ist das ja egal, was es wird.

FRODO hm

ORK naja gut da hab ich mir jetzt selbst wiedersprochen. Manchmal sagt man etwas und meint innerlich was ganz anderes. Also man redet über etwas, das einen gar nicht. Obwohl man ganz anders fühlt. Ich meine das ganz anders

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Mit ukrainische Arbeitsmigrantinnen
beschäftigt sich eine Studie von Bettina Haidinger:

Die Gründe, warum die Frauen das Land zumindest zeitweilig verlassen müssen, macht sie in ihrem Vortrag mit schlichten, in ihrer Tristesse aber sehr einprägsamen Bildern klar. Spartanisch eingerichtete Spielplätze, verlassene Räume, ein heruntergekommenes Kino. „Was sagt uns das? Dass wenig in die soziale Infrastruktur investiert wird.“ Die Ukraine ist kein Sozialstaat, vieles wurde privatisiert. Dazu kommt ein Bevölkerungsrückgang, den Haidinger mit einem fast satirisch anmutenden Plakat illustriert: „Wir müssen 52 Millionen werden. Lieben wir uns!“ „Die Leute in der Ukraine“, sagt eine Frau namens Maria in den Interviews, „denken nicht an das Leben, sondern ans Überleben.“ Dabei wären die Frauen durchaus gut qualifiziert, betont Haidinger. Sie würden in Österreich dequalifiziert arbeiten, um ihren Kindern dasselbe bieten zu können, was sie einst selbst genossen hätten: eine Ausbildung, ein Studium.

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Interview mit Angela Davis in der Jungle World:

In Deutschland wurde Christy Schwundeck 2011 in einem Jobcenter in Frankfurt am Main von der Polizei erschossen. Oury Jalloh ist 2005 in Dessau in Polizeihaft, gefesselt an Händen und Füßen, unter bislang ungeklärten Umständen verbrannt. Die Kontinuitäten lassen sich auch über die Genealogien der Kämpfe gegen Versklavung und kolonial-rassistische Unterdrückung verstehen, in denen sich die aktuellen Initiativen in Deutschland verorten.

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Ein Coming-Out hat weniger mit Sexpraktiken zu tun als mit Sichtbarkeit vs. Ignoranz:

Zwei Jahre später kamen wir zusammen. Nach außen hin blieben wir beste Freundinnen. Wir haben nie auf der Straße Händchen gehalten. Wir haben uns nie in der Öffentlichkeit geküsst. Wir lernten, aus den Augenwinkeln zu kontrollieren, ob alle Türen und Fenster geschlossen waren.

Uns blieben unsere Gefühle lange fremd. Es gab weder Vorbilder noch Worte, um unsere Beziehung zu definieren. Homosexualität fand damals vor allem in nachmittäglichen Talk-Shows statt, in denen alles „Unnormale“ in einen Topf geworfen wurde. Schräge Vögel schrien einander an. Eine einzige Freak-Show. Uns betraf das nicht, zumindest redeten wir uns das ein. Wir lebten von Tag zu Tag und nutzten jede Chance, um zusammen zu sein. Wir begannen uns von anderen abzuschotten, um die gemeinsame Zeit auszudehnen. Nach außen hin galten wir als Spätentwickler, weil wir uns nicht für Jungs interessierten. In diese Nische flüchteten wir uns. Die Tage wurden zu Jahren und wir wuchsen zusammen. Was blieb, war die Angst. Angst davor, aufzufliegen. Angst, die Nischen zu verlieren, die wir uns geschaffen hatten. Diese Angst hat sich tief in uns eingefressen.

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Rückblick auf den #aufschrei
; Interview u.a. mit Christiane Hoffmann und Anne Wizorek:

Hoffmann: Warum hat Frau Himmelreich sich nicht gewehrt? Sie hätte ja sagen können: „Sagen Sie mal, ticken Sie noch richtig?“

Wizorek: Wenn Sie sich die Aufschrei-Tweets ganz genau durchlesen, sehen Sie, dass Frauen sich wehren und dass das noch mehr Gewalt, auch physische, nach sich zieht. Es geht nicht so: Man tut dir was an, du wehrst dich, und dann ist alles gut. Weil wir in einer sexistischen Gesellschaft leben, ist der Täter am Ende immer geschützt. Was er macht, ist normal, die Frau ist die Querulantin. Viele Frauen schämen sich auch und lassen so etwas daher über sich ergehen.

Agena: Das war genau die Funktion von „Aufschrei“: Zeigen, dass man sich nicht mehr schämt, weil man Opfer wurde, sondern diese Rolle zurückweist. „Aufschrei“ war die geballte Kraft von Frauen, die sagen: Das machen wir nicht mehr mit.

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Und: Tschüs Extremismusklausel!

Gruppen, die sich ehrenamtlich gegen Rechtsextremisten engagieren, müssen künftig nicht mehr die umstrittene Extremismusklausel unterscheiben. Das bestätigten das Bundesfamilienministerium von Manuela Schwesig (SPD) und das Bundesinnenministerium von Thomas de Maizière (CDU) in einer gemeinsamen Erklärung.

Bei der Vergabe öffentlicher Mittel sollen die örtlichen Ämter die Empfänger künftig darauf hinweisen, dass staatliche Gelder für politische Bildung nur im Sinne der Verfassung ausgegeben werden dürfen. Damit wird auf eine frühere Regelung zurückgegriffen. Ex-Familienministerin Kristina Schröder (CDU) hatte 2011 diese Praxis verschärft, was viele Organisationen als Misstrauensbekundung verstanden hatten.

UFOs, Mörderinnen & Schiedsrichterinnen

Beschamhaarte Svhaufensterpuppen, Magazin für feministische Mutterschaft, Schiedsrichterinnen, sexualisierte Gewalt und Tierrechte, Verbote für Schwangere, UFO über Bremen?, Pille danach, sexuelle Vielfalt im Lehrplan, Mörderinnen und bürokratische Wartezeit nach Vergewaltigungs-Anzeige.

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Die Mädchenmannschaft macht sich Gedanken über Verbote für Schwangere:

Studienergebnisse scheinen die Warnungen ja nicht unbedingt zu bestätigen. Und komischer Weise sind es gerade “die am besten informierten und sozial integrierten Mütter” beziehungsweise die ”am besten ausgebildeten Teilnehmerinnen der Studie”, die zugeben, Alkohol in der Schwangerschaft zu trinken. Warum? Weil sie ihre Schlüsse aus den vorliegenden Informationen ziehen? Oder weil sie sich in einer priveligierteren Position befinden als weniger gut ausgebildete und marginalisierte Mütter, deren Erziehungskompetenzen schon beim kleinsten Fehltritt angezweifelt werden? Schließlich ist es für Frauen, deren Mutterschaft sozial erwünscht ist, sehr viel leichter gegen Normen zu verstoßen oder solche Verstöße zuzugeben. Aber nein, das sind nicht die Gründe, die der Artikel nennt. Die best informierten Mütter trinken gelegentlich Alkohol, denn sie sind nicht “unabhängig genug, um ihren Lebensstil in der Schwangerschaft zu ändern.” Aha.

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Realitätschaos über die Pille danach:

Ein Kondom kann reissen. Die Pille kann nicht wirken. Einmal, zweimal oder siebzehnmal die Pille danach zu nehmen, wird „uns“ wohl kaum über den Styx jagen.

n der Twitter Debatte fiehl auch mehrere Male das Argument, dass auch Schmerzmittel schädliche Nebenwirkungen hervorrufen können, diese aber auch rezeptfrei zu erhalten sind. Spahns Reaktion daraufhin war, dass es genau deshalb ja auch immer wieder Debatten für eine Rezeptpflicht gibt. Aber selbst dann erhielte ich immernoch eine 10er Packung, eben auf Rezept, und nicht nur eine Tablette.

Hier wird auf die gesunde Urteilsfähigkeit der Menschen vertraut (und die Hoffnung, dass sie sich nicht selbst verletzen wollen/werden). Ähnlich bei Hustensaft und der Pille „davor“. Warum dann nicht auch bei der Pille danach?

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Antje Schrupp bespricht ein Buch über Mörderinnen

Frauen töten – anders als Männer – fast ausschließlich in ihrem privaten Umfeld. Fast immer ist ihr Opfer der Ehemann oder Beziehungspartner, ansonsten ihre eigenen Kinder (wobei die Juristenterminologie unterscheidet zwischen „Neonatizid“ und „Infantizid“, wieder was gelernt) oder, an dritter Stelle, ihnen anvertraute Menschen wie etwa im Fall von Pflegerinnen, die ihre Patient_innen umbringen. So gut wie nie töten Frauen Fremde, oder aus Habgier, oder weil sie andere dominieren möchten. Das fast einzige Motiv tötender Frauen ist, dass sie sich aus belastenden Beziehungsstrukturen befreien möchten.

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„Umstandslos“ – ein Magazin für feministische Mutterschaft:

Ziel ist eine Vernetzung (queer)feministischer Mütter* und das Sichtbarmachen ihrer Belange. 16 Autorinnen werden auf “umstandslos” Bücher für Groß und Klein besprechen, Muttermythen enttarnen, DIY-Anleitungen geben und von persönlichen Erfahrungen berichten. Außerdem wird es Möglichkeit zum Austausch und Besprechen von Schwierigkeiten und Lebensrealitäten jenseits der Heterokleinfamilie und eine allgemeine Be-/Erziehungs-Frage-Antwort-Ecke geben.

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Irgendwie find ich die Aktion witzig: American Apparel zeigt in einem Laden seine Dessouskollektion mit schambehaarten Schaufensterpuppen:

Offenbar ist die Modemarke selbst nicht sicher, ob sie tatsächlich einen Trend zu mehr Natürlichkeit lostreten will: Vorsichtshalber sind die Schaufensterpuppen nur in einer Auslage in New Yorks Lower East Side zu sehen. Eine Ausweitung der Kampagne auf ganz Manhattan oder gar den Rest der USA ist derzeit nicht geplant.

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Gefunden:

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Das Mädchenblog regt sich über die Instrumentalisierung von sexualisiserter Gewalt in der Tierrechtsbewegung auf (Triggerwarnung):

Ich gehe davon aus, dass den meisten, die Vergewaltigungsvergleiche verwenden, weder bewusst ist, wie tief verletzend diese Vergleiche sind (es geht hierbei nicht um Kritik am Mensch-Tier-Vergleich), noch was diese Vergleiche auslösen können oder wie groß die Dimension sexualisierter Gewalt in unserer Gesellschaft ist. Ich hoffe, mit diesem Artikel für das Thema sensibilisieren zu können. Mir geht es nicht darum anzuprangern, sondern um die Bewusst- und Sichtbarmachung von Leid und erneuter Traumatisierung, die damit unbeabsichtigt ausgelöst werden.

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Don‘t degrade Debs, Darling wartet immer noch, daß sich bei ihrer Vergewaltigungsnazeigeb etwas tut:

„Sie hören jetzt erstmal eine Weile nichts“ war die Formulierung der Beamtin. Bei „Weile“ hatte ich nicht an Jahre gedacht, sondern an Wochen, durchaus Monate, aber nicht Jahre. Eine klare Aussage, mit einer realistischen Prognose hätte mir vielleicht an ganzes Stück Unruhe erspart. Wenn ich mir so etwas wünsche, ist mir klar, dass feste allgemeine Aussagen schwierig sind, aber diese Orientierungslosigkeit, in einer ohnehin schon wahnsinnig verunsichernden Situation, ist ein zusätzlicher Stressfaktor, macht ein Abschalten manchmal unmöglich und denkt meine Situation nicht mit.

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Ninia über die Hindernisse von Schiedsrichterinnen:

Laut Vorsitzendem Herbert Fandel ist Bibiana Steinhaus „die weltbeste Schiedsrichterin und macht in einer der stärksten 2. Ligen [der Herren] der Welt einen bemerkenswerten Job“. Offenbar aber immer noch nicht gut genug. Denn nur die besten Zweitliga-Schiedsrichter_innen können in die erste Liga aufrücken. Zweiundzwanzig Schiedsrichter sind also immer noch besser als die „weltbeste Schiedsrichterin“. Soso.

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kleinerdrei über die Reaktionen darauf daß das Thema sexuelle Vielfalt in die Lehrpläne von Baden-Württemberg aufgenommen wird:

Laut Petition ist die Thematisierung von LSBTIIQ-Kontexten im Unterricht gefährlich, weil ein “LSBTTIQ-Lebensstil” “negative Begleiterscheinungen” habe “wie die höhere Suizidgefährdung unter homosexuellen Jugendlichen”. Das suggeriert, dass LSBTTIQ-Jugendliche nicht etwa unter dem Druck ihrer heteronormativen Umgebung zerbrechen, sondern dass mit ihrer Entdeckung ihrer sexuellen Identität gleichermaßen auch ihre Suizidgefährdung steigt. Das ist zwar praktisch für die intolerante Umgebung, die sich Moral und Werte auf ihre Fahnen schreibt, hat aber mit der Wahrheit nur begrenzt zu tun.

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Leider doch kein UFO über Bremen:

Nach der Auswertung von mehr als 50 Hinweisen zu dem unbekannten Flugobjekt und etlichen Zeugenbefragungen seien sich die Ermittler jedoch sicher, dass keine Menschen an Bord waren. Das Fluggerät, das vor etwa zwei Wochen den Flugverkehr behinderte, sei wahrscheinlich von einem Hobby-Modellflieger gelenkt worden. Gezielte Ermittlungen gegen Personen aus der Szene waren Siemering zufolge bislang erfolglos.

Hitzlsperger, Blüm & nackte Frauenkörper

Sexuelle Vielfalt im Unterricht, nackte weibliche Körper, Frauen und Autos, IT-Rolemodels, Norbert Blüm, Bilder von Ninia und Reaktionen auf Hitzlspergers Coming-Out.

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Da schüttelt man immer den Kopf, wie kämpferisch-verbissen es zugeht, wenn’s um Auto fahrende Frauen in Saudi-Arabien geht. Aber hier scheint auch diese Mentalität zu herrschen: Frauen und Autos! GeschlechterKAMPF, Bastionen erobern!!! Meine Güte… wieso ist es ein Angriff, wenn Frauen sich mit Autos beschäftigen?
Egal. Trotzdem informativer und interessanter Artikel (auch wenn man bei Formulierungen wie „Aber kaum, dass eine zarte Hand ans Steuer griff, gab es auch schon die ersten Skeptiker, (…)“ die Krise kriegt)

Interessanterweise wirkt die Werbung der Hersteller vor dem Zweiten Weltkrieg oft sehr viel fortschrittlicher als heute, weil sie gezielt die Frauen als Fahrerinnen und Käuferinnen in Szene setzte. Damals gab es sicher auch schon selbsternannte Frauenversteher in den Vorstandsetagen, aber dieses rätselhafte Ding namens Frauenauto wurde erst sehr viel später erfunden. Natürlich waren auch früher schicke Damen zum Shoppen und zum Freundinnentreff mit dem eigenen Gefährt in die City. Aber ihr Frauenauto wog durchschnittlich drei Tonnen, verfügte kaum über technische Hilfsmittel wie Servolenkung oder einem durchgängig synchronisierten Getriebe, und es war nicht knuffig.

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Karnele regt sich (zu Recht!) über einen Haufen Pfeifen, auf die meinen, die Welt geht unter, wenn in Schulbüchern nicht nur Heteros vorkommen – und von diesen Leuten gibt’s schockierend viele:

Mit der Bildungsplanreform 2015 soll die Akzeptanz „Sexueller Vielfalt“ in die fünf Leitprinzipien (Berufliche Orientierung, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Medienbildung, Prävention/ Gesundheitsförderung; Verbraucherbildung) eingearbeitet und künftig in Schulen thematisiert werden.

Gewisse Kreise und Zeitungen wie die mit den vier Buchstaben sprechen von „Schwulsein wird Schulfach“ und Protest formiert sich. In einer Petition, die bereits über 16.000 Menschen unterschrieben haben, wird gefordert: „Zukunft – Verantwortung – Lernen: Kein Bildungsplan 2015 unter der Ideologie des Regenbogens“.

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Schöne Bilder
gibt’s bei Ninia LaGrande:

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Überhaupt sind die sogenannten Konservativen gerade ziemlich laut; C. Rosenblatt nimmt sich Norbert Blüm vor:

Seit Neustem dann wohl doch, taucht doch da plötzlich der Norbert Blüm auf und “kritisiert” die Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts Karlsruhe zum sog. “Ehegattensplitting” auch bei homosexuellen PartnerInnen.
Nicht nur ein CDU- Altmännergeblubber á lá “Es kann nicht jeder* machen/ haben/ sein was er* will”, sondern auch saftige Homophobie vermischt sich in den Rest des Textes.

So schreibt er: “Die Familie ist die Elementareinheit der Gesellschaft, die auf ihr Weiterleben angelegt ist. Diese Funktion vermögen gleichgeschlechtliche Partnerschaften nicht einzulösen”. Seiner Ansicht nach, hätte das Bundesverfassungsgericht dies berücksichtigen müssen: “Kinder, ihr Kommen und Gedeihen, spielen offenbar beim Hohen Verfassungsgericht eine niedere Rolle.”

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Neue Webserie über weibliche IT-Rolemodels:

Eine Webserie über weibliche* Role Models. Aus IT und Technik, aus Sport und Kunst, aus Unternehmerinnentum. Die Umsetzung des Plans hat sogar schon begonnen. Und zwar in der Planung der Serie und der ersten Folge. Leider gibt es noch einen kleinen Haken. Obwohl es super cool ist, wenn im Netz alles frei verfügbar ist und damit für so gut wie jede_n abrufbar, die Herstellung von Inhalten kostet trotzdem Geld. Deswegen gibt es aktuell ein Crowd Funding Projekt, das die Pilotfolge (also eine lange erste Folge) der Serie finanzieren soll.

Unterstützen, wer kann!!

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Antje Schrupp über den Blick auf nackte, weibliche Körper und deren Darstellung und empfiehlt ein Buch, das interessant klingt:

Nackte geile Frauen gibt es im Museum zu sehen, ist das nicht sowas von geil?

Auf ähnlich “lustige” Weise wird häufig auch für Ausstellungen geworben, die prähistorische Figurinen zeigen. Zum Beispiel wurde für die Ausstellung der Venus von Willendorf in Österreich mit einem Plakat geworben, das sie als Call-Girl (mit Telefonnummer) zeigt.

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Sind die Reaktionen auf Hitzlspergers öffentliches Coming-Out wirklich so positiv, wie die Presse behauptet?

Und schließlich liefert Herr Bruchhagen auch die Erklärung dafür, warum sich bisher erst 0,019 Prozent der Fußballbundesligaspieler (in Worten: einer) zu seiner Homosexualität bekannt hat: “Es ist aber auch so, das muss ich aber auch sagen, dass die, sagen wir mal, proportional an der Gesellschaft, dass Fußball eben ein starker Männersport ist und dass es jetzt nicht so ist, ich kann das jetzt prozentual nicht benennen, aber es gibt sicherlich eine prozentuale Zahl von homosexuellen Neigungen in unserer Gesellschaft, ob die sich gerade im Männerfußball zu hundert Prozent widerspiegelt, habe ich doch große Zweifel. Das soll jetzt kein Prä des Männerfußballs sein, aber ich glaube, dass das Fakt ist.”

(Lebenszeichen)

(war lange weg. passwort vergessen heh… bin jetzt wieder da ;) )