HAPPY!-Edition: Das ist behindert!, radikale Nonne & Ladyfest in Heidelberg

HAPPY!-Edition: heute ausnahmsweise mal prinzipiell nur Good News! =)
Abschied vom Besitz, erstes Heidelberger Ladyfest, eine radikale Nonne, „DAS ist behindert!“, All Girl Summer Fun Band, rechtliche Gleichstellung von Lebenspartnerschaften, Zusammenhalt gegen Sexismus und mutige Väter sind glücklicher.

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Das BVerfG stellt die Lebenspartnerschaft der Ehe rechtlich fast gleich:

66 Prozent der Splittingvorteile gehen an Ehegatten mit kindergeldberechtigten Kindern. Weitere 25 Prozent der Steuervorteile erhalten Ehepaare mit Kindern, die aber altersbedingt nicht mehr von den Eltern unterhalten werden. Der geringere Kinderanteil in Homo-Ehen genüge dagegen nicht als Rechtfertigung für den Ausschluss vom Splitting, Denn dies „liefe auf eine mittelbare Diskriminierung gerade wegen der sexuellen Orientierung der Partner hinaus“, argumentieren die Verfassungsrichter um Präsident Andreas Voßkuhle.

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Väter, die keine Angst davor haben, in ihrem Leben Veränderungen zugunsten der Familie vorzunehmen, sind glücklicher:

Dabei beschränkt sich die Zufriedenheit der “mutigen Väter”, so die Kategorisierung, nicht nur auf die Familie und das Privatleben, sondern auch auf den Arbeitsbereich. „Sie haben die beste ‘Work-Life-Balance’”, so ÖIF-Forschungskoordinator Olaf Kapella. Sie machen etwa ein Fünftel der Befragten, alles Männer mit Kindern unter drei Jahren, aus. Sie haben längerfristige Änderungen im Job durchgeführt, machen weniger Überstunden oder nehmen sich Pflegeurlaub, wenn der Nachwuchs einmal krank wird.

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Heidelberg veranstaltet sein erstes Ladyfest!

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Tracy Moore beschwört die Männerwelt – „Together we can make it!“:

Can you not see that we are the ones who don‘t want you to be on the hook to pay us money our entire lives to divorce us? That we want to be able to square away our own money, a fair and equal wage, so that when we come together, it is in the spirit of authentic unity: come as you are, leave as you came. And if you cannot, for all the mixed messages and gleaming bullshit the system has fed you about your natural entitlement, see that and join us, than the rest, to quote Marsellus Wallace in Pulp Fiction, is just pride, fuckin‘ with you.

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Rolling Planet fragt sich, weshalb es anscheinend kein Problem zu sein scheint, wenn die GNTM-Gewinnerin ständig alles, was sie doof findet, als „behindert“ bezeichnet – und zeigt ein paar Beispiele dafür, was das wirklich heißt – „behindert“:

Silke Schönfleisch-Backofen (Staatsanwältin)
Das ist behindert: Wenn Du als 114 Zentimeter kurze Powerfrau zwei Meter lange Volldeppen und Kleinkriminelle vor Gericht bringst und als Juristin schlau genug bist, niemals einen Knebelvertrag mit Klums Vater zu unterschreiben.

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jetzt.de interviewt Sebastian Küpers, der sich radikal von seinem Besitz getrannt hat:

Auslöser war ein anstehender Umzug. Ich habe mich gefragt, warum ich jetzt meine ganzen Sachen in eine neue Wohnung bringen soll, obwohl ich gar nicht alle benutze. Mir ist klar geworden, dass ich eigentlich nur sehr wenige Dinge wirklich brauche und dass die wirklich wichtigen Dinge diejenigen sind, die ich im Leben selbst bewege. Ich hab dann angefangen, immer weiter runterzukürzen, was dann in der Idee gipfelte, sogar eine möblierte Wohnung zu mieten. Ich hatte nicht das Ziel, auf unter 100 Dinge zu kommen. Es waren am Ende einfach weniger als 100 Dinge übrig.

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Just for Fun und die gute Laune: All Girl Summer Fun Band’s „Later Operator“!

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Eine Nonne organisiert den radikalen Aufstand – die Benediktinerin Teresa Forcades kämpft entschlossen für eine bessere Gesellschaft:

„Die Krise in Spanien hat einen Punkt erreicht, an dem sie den gesellschaftlichen Zusammenhalt gefährdet“, meint Forcades. „Dieser Zusammenhalt ist in Griechenland bereits zerstört. Die Unsicherheit wächst immer schneller, und die Leute wissen nicht, wie sie damit umgehen sollen. Es besteht die Gefahr, dass es zu Aufständen kommt.“ In ihrem Papier plädiert sie daher für einen total umgekrempelten Staat, verstaatlichte Banken und Energieversorger sowie einen Austritt aus der Nato. Sie will den Geist der „Indignados“, der Empörten, wiederbeleben, die 2011 in Spanien viele Plätze besetzten und nicht mehr räumen wollten. „Für mich wie viele andere“ – so Forcades – „wurde es unumgänglich, sich einzumischen. Ich dachte, man sollte die Unzufriedenen sammeln, um das tiefe Gefühl der Enttäuschung zu kanalisieren. Ich will keine Partei gründen oder bei Wahlen antreten. Das ist keine Mission für eine Benediktinerin.“


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