Feministische Countrymusic Playlist, Cybersexismus & Barbie ohne Make-Up

Barbie ohne Make-Up, Game of Thrones, feministische Country Playlist, Sexismus im Fußball, „Postgeheimnis“, Islamhasser-Hetze, Panel zu Sexismus im Netz, und Laura Bates erzählt von Haßmails und Spuren hinterlassenden Geschichten beim Everyday Sexism Project.

_____________________________


Märchenstunde mit Onkel Michi
– die Parolen der Partei „Die Freiheit“ und der Protest dagegen:

Ein Freund der „Freiheit“ hält ein Kruzifix in die Höhe, daneben zwei Plakate: „Christus ist die Wahrheit. Mohammed ist die Lüge.“ Stürzenbergers Mitstreiter sind an diesem Tag aus ganz Deutschland angereist, aus Schleswig-Holstein, Thüringen, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen. Und aus Berlin. Nach sechs Stunden steigt René Stadtkewitz einen Meter nach oben. Er ist der Bundesvorsitzende der Partei „Die Freiheit“, er ist der Star der Szene, Stürzenberger läuft mit der Filmkamera um ihn herum. Stadtkewitz gibt sich smart, seine Aussagen aber unterscheiden sich im Kern nicht von denen Stürzenbergers. Er bezichtigt den bayerischen Innenminister, der die „Freiheit“ in Bayern und PI-München beobachten lässt, der „Lüge“ und kündigt juristische Schritte an.

********************


taz.lab-Panel zu Cybersexismus
mit Anke Domscheit-Berg, Anke Wizorek, Bernd Schlömer und Katrin Rönicke:

.

Auch Anne Wizorek, die mit ihrem Aufschrei-Ausruf auf Twitter unglaublich viele Frauen motivierte, ihre Erfahrungen mit Sexismus im Alltag offen zu legen, meint, Twitter sei zeitweise für sie nicht mehr nutzbar. „Wenn solche Frauen wie du ihre Vötzchen und ihre Titten rausstrecken“, hätte ihr kürzlich einer geschrieben, „und bei dem Namen, könne sie ohnehin gleich zurück nach Polen“. – Zum Sexismus komme also gleich noch Rassismus dazu, meint sie.

*******************


Kritik an dem vermeintlich feministischen Frauenbild
in der Fernsehserie „Game of Thrones“:

G. R. R. Martin sagte der britischen Zeitung Daily Telegraph kürzlich im Interview: „Ja, es handelt sich um Fantasy, aber die Charaktere müssen trotzdem realistisch sein.“ Dabei mag er übersehen, dass diese angestrebte Echtheit immer nur aus den Kategorien und Stereotypen zusammengesetzt sein kann, die unsere Gesellschaft und unsere eigenen Erfahrungen innerhalb dieser Gesellschaft uns ermöglichen. Einen Krieg ohne Vergewaltigungen darzustellen mag den Krieg verharmlosen, Martins Explizitheit hingegen droht, das Problem zur quasi-natürlichen Normalität zu erklären und öffnet dem Voyeurismus der Serie Tür und Tor.

*********************


Via postsecret

*********************


Die Jungle World
über das Sexismusproblem im Fußball:

Bei Männern wird fußballerisches Interesse und entsprechender Sachverstand vorausgesetzt, ihnen wird nie die Was-ist-Abseits-Testfrage gestellt, auch nicht, wenn sie zum ersten Mal ein Spiel sehen. ›Ihr‹ Sport ist männlich (und heterosexuell), nicht wenige wünschen sich, »dass einer dem anderen die Knochen poliert« (Hoeneß), und Männlichkeitsrituale werden von einigen auf der Tribüne oder vor dem Stadion zelebriert und bewundert: die tiefer-gelegten, grölenden Stimmen, die gemeinschaftlich entblößten Oberkörper, das Gerede von männlichen Geschlechtsorganen (»Eier«), das gemeinschaftliche Pinkeln gegen Hauswände, Hecken oder Zäune vor dem Spiel (wird so das Revier markiert?), das Biertrinken bis zum Umfallen, und was echte Kerle eben so von Mädchen unterscheidet.

**********************

Für all diejenigen, die sich je gefragt haben, wie Barbie aussieht, wenn sie morgens aus dem Bett steigt:
Barbie ungeschminkt

************************

Bitch Magazine präsentiert die ultimative Feminist Country Music Playlist (leider ein bißchen kurz):

Feminist Country Playlist

*******************

Laura Bates vom EverydaySexism-Project über Horrorstorys und Haßmails:

And the huge success of the project wasn‘t the only thing I didn‘t anticipate. One of the earliest entries read: „You experience sexism because women are inferior in every single way to men. The only reason you have been put on this planet is so we can fuck you.“ The message ended: „Please die.“ The sheer level of vitriol took me by surprise, as hate-filled missives poured in, ranging from graphic descriptions of domestic violence to threats of torture, death and rape.


3 Antworten auf „Feministische Countrymusic Playlist, Cybersexismus & Barbie ohne Make-Up“


  1. 1 Fyrecrotch 23. April 2013 um 0:07 Uhr

    Barbie ungeschminkt, cool. Dass da nich früher wer dran gedacht hat :)

  2. 2 Lady Lukara 23. April 2013 um 16:20 Uhr

    Das taz.lab Panel zu Sexismus scheint ja ghandimäßig friedlich abgelaufen zu sein im Vergleich zu einem anderen:
    http://maedchenmannschaft.net/13jaehriger-schlaegt-vor-sag-doch-einfach-n-wort-deniz-yuecel-flippt-aus-impressionen-vom-tazlab/

    (könnte aber auch daran liegen, dass das Sexismus-Panel nicht von Yücel moderiert wurde…)

  1. 1 Wie wollen wir die nächsten Generationen haben? « mädchenblog Pingback am 12. Mai 2013 um 18:29 Uhr

Antwort hinterlassen

XHTML: Du kannst diese Tags benutzen: <a href=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote> <code> <em> <i> <strike> <strong>


sechs + = dreizehn